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>> Mein Leben

Geboren bin ich am 16. März 1952 in einem kleinen Dorf in Westfalen, in der Nähe von Unna. Ich wuchs mit einem älteren Bruder auf dem elterlichen Bauernhof auf. Meine Eltern waren, wie es von Bauern am Rande des Ruhrgebiets nicht anders zu erwarten war, äußerst konservativ. Sie mussten auf ihrem kleinen Betrieb hart arbeiten. Aber sie ermöglichten mir eine vernünftige Schulausbildung und vermittelten mir Werte wie beispielsweise die Achtung vor der Natur.

Nach dem Realschulabschluss und anschließender Fachhochschulreife entschloss ich mich mit achtzehn Jahren für ein Studium an der Fachhochschule Hamburg, Fachbereich Ernährungs- und Haushaltswissenschaften. Dort habe ich mich auch politisch sozialisiert. Es war nicht die politische Richtung meiner Eltern, da kann ich Sie beruhigen. Vielmehr engagierte ich mich im Asta.

Mit dem Diplom in der Tasche und nach einer schönen Zeit in einer beeindruckenden Stadt, zog es mich vom hohen Norden in den tiefen Süden, nach Freiburg.

In Freiburg schrieb ich mich an der Pädagogischen Hochschule ein und studierte für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Damit erfüllte ich mir einen lang gehegten Wunsch: Mich als Lehrerin um die Entwicklung von Kindern zu kümmern.

25-jährig heiratete ich meinen Mann Thomas und wir zogen nach Karlsruhe auf das Hofgut Maxau direkt am Rhein. Für mich sozusagen „back to the roots“, zurück auf einen Bauernhof. Während mein Mann den reinen Ackerbaubetrieb bewirtschaftete, unterrichtete ich an der Hauptschule Weingarten und später an der Sophie-Scholl-Realschule in Oberreut.

1978 wurde unser Sohn Sebastian und zwei Jahre später unsere Tochter Kirsten geboren.

Ich musste mich zwangsläufig für die Erziehung meiner Kinder entscheiden, denn Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige gab es zur damaligen Zeit so gut wie keine.

Als meine Kinder in den Kindergarten kamen, engagierte ich mich gleich als Elternvertreterin; das zog sich bis in die Gymnasiumszeiten meiner Kinder durch. Auf jeden Fall wurde mir so das System Schule auch noch von einer anderen Warte aus vertraut – logischerweise soll Schulpolitik ein weiterer Schwerpunkt meines Wahlprogramms werden.

Den ursprünglich geplanten Wiedereinstieg in meinen Lehrerinnenberuf hat eine schlimme Gelenkerkrankung meines Mannes vereitelt.

Das Leben und Miteinander der Menschen in unserer Stadt interessierte mich, seit ich 1977 nach Karlsruhe zog.
Als Mitglied im Bürgerverein Knielingen habe ich mich deshalb sehr früh für eine Verbesserung der Lebensqualität der dort lebenden Menschen eingesetzt.

Zu Beginn der 90er Jahre wurde die Idee des „Fördervereins Knielinger Museum“ geboren. Der Gedanke faszinierte mich, die Geschichte des ältesten Karlsruher Stadtteils zu dokumentieren. Daher engagiere ich mich bis zum heutigen Tag mit viel Hingabe für den Museumsverein.

Politik gewann für mich im Laufe der Jahre zusehends an Bedeutung. Schnell wurde mir klar: Ideen und Visionen lassen sich nur erreichen, wenn Frau sich politisch organisiert. Vor zehn Jahren wurde ich dann nicht nur ideelles, sondern auch aktives Mitglied der SPD und bald darauf Ortsvereinsvorsitzende in Knielingen

Des Weiteren bin ich Aufsichtsratsmitglied im Städtischen Klinikum und ich bin in den Gremien der Heimstiftung, des Badisches Konservatoriums, der Volkshochschule, des Stadtmarketings und des Behindertenbeirats aktiv.

Dank der Stadtratstätigkeit konnte ich inzwischen noch viel mehr Erfahrungen über die Menschen in Karlsruhe sammeln. Das sind Erfahrungen, die mich reicher gemacht haben und die mir vor allem eines zeigen:

Man kann etwas bewegen, wenn man die Aufgaben ernst nimmt.

Dazu gehören wenige, aber wichtige Eigenschaften: gut zuhören, ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger haben; vermitteln, wenn sich nicht alle Wünsche austarieren lassen.

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